Knirschschiene

Eine Aufbissschiene ist unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt. Am häufigsten wird sicherlich der Begriff Knirsch- oder Knirscherschiene verwendet. Andere gebräuchliche Bezeichnungen sind Zahn-, Beiß- oder Michiganschiene.

Eine Knirschschiene wird in der Regel aus Kunststoff gefertigt. Dazu wird zunächst ein Abdruck des Gebisses eines Patienten erstellt, der anschließend mit Gips ausgegossen wird. Auf Grundlage dieses Gipsabdruckes wird von Zahntechnikern die Schiene erstellt.

Warum braucht man eine Knirschschiene?

Eine Aufbissschiene kommt aus verschiedenen Gründen zum Einsatz. So dient sie unter anderem dazu, Fehlbelastungen oder Überlastungen der Zähne sowie der Kiefergelenke zu beseitigen. Darüber hinaus verhindert sie bei Patienten, die unter Zähneknirschen leiden, übermäßigen Abrieb der Zähne, weswegen sie oft auch Knirschschiene genannt wird.

Bei einer Craniomandibulären Dysfunktion ist die Schiene Bestandteil einer Therapie, da sie den CMD-Symptomen und -Ursachen entgegenwirkt. Sie dient unter anderem dazu, Beschwerden im Kieferbereich zu lindern und Ober- und Unterkiefer wieder zusammenzuführen.

Sofern einer der eben genannten Ursachen auf Sie zutrifft, hilft Ihnen das Team der Zahnvilla Wassenberg gerne mit einer Aufbissschienen-Behandlung in unserer Zahnarztpraxis weiter. Rufen Sie uns gerne unter 02432-969611 an. Wir freuen uns auf Sie!

Aus welchem Material wird eine Aufbissschiene gefertigt?

Im Wesentlichen kann eine Aufbissschiene aus weichem oder hartem Material gefertigt werden. Letztendlich liegt der Unterschied vorwiegend in den persönlichen Vorlieben des Patienten hinsichtlich des Tragekomforts. So werden die harten Schienen aus einem kunststoffähnlichen Material, ähnlich wie bei Zahnspangen, gefertigt. Die anderen hingegen sind aus weichbleibendem Kunststoff, der eher gummiartig ist und von vielen Patienten als weniger störend empfunden wird.

Abgesehen vom Tragekomfort bestehen kleinere Unterschiede in der Wirksamkeit und Anwendung. Für eine CMD-Therapie beispielsweise ist eine weiche Schiene ungeeignet, da sie den Kiefer nicht in eine feste Form drückt.

Wie oft muss eine Knirschschiene gewechselt werden?

Gesetzlich Versicherte haben grundsätzlich ein Anrecht auf Anfertigung einer individuellen Schiene. Eine solche Schiene kann je nach Therapie mehrere Jahre halten, bei starkem Zähneknirschen aber auch nur wenige Monate. Sollte nur einmal im Jahr oder gar alle zwei Jahre eine neue Knirscherschiene benötigt werden, ist es wahrscheinlich, dass die Krankenkasse die Kosten übernimmt.

Wann muss eine Knirschschiene getragen werden?

Üblicherweise wird eine Aufbissschiene nachts getragen. Das gilt vor allem für Schienen, die gegen nächtliches Zähneknirschen verschrieben werden. Patienten, die etwa stressbedingt auch tagsüber mit den Zähnen knirschen, können auch am Tag eine Knirscherschiene tragen.

Wie reinige ich am besten meine Knirschschiene?

Beim Tragen der Knirscherschiene lagern sich Bakterien und Verschmutzungen in den Furchen und Kerben ab. Dabei vergilbt das Material und der Schmutz sammelt sich. Werden diese Ablagerungen nicht rechtzeitig entfernt, kann dies der Mundhygiene schaden und auch die Schiene selbst kann angegriffen werden.

Um dies zu verhindern, sollte die Schiene täglich gereinigt werden. Dabei kann die Aufbissschiene unter den Wasserhahn gehalten und unter Zugabe von etwas Spülmittel oder einer flüssigen Handseife mithilfe einer Zahnbürste gereinigt werden. Die Reinigungsmittel lösen sich am besten unter warmem Wasser. Die Schiene kann an der Luft oder mit einem frischen Geschirrtuch getrocknet werden und sollte bis zum Abend in einer Box mit Luftzufuhr gelagert werden. Am besten eignet sich dafür eine spezielle Zahnspangendose, die Sie vom Zahnarzt erhalten.

Wie lange dauert eine Behandlung mit der Knirschschiene?

Bei CMD kann eine Korrektur des Kiefers je nach Schweregrad innerhalb weniger Wochen oder mehreren Monaten erzielt werden. Dabei kommt es immer auf die individuelle Situation sowie auf die Tragehäufigkeit und -dauer an.

Die Aufbissschiene verhindert nur die Ausbreitung der Symptome von Bruxismus. Für die Behandlung der Ursachen braucht es eine gezielte Therapie.

Ab wann kann eine Knirschschiene getragen werden?

Das Kieferwachstum ist erst im Erwachsenenalter abgeschlossen. Bis dahin kann es noch zu Verschiebungen kommen. Daher wird erst nach Abschluss des Wachstums eine Behandlung mit Aufbissschiene zur Korrektur des Kiefers empfohlen.

Bei Patienten zwischen 14 und 18 Jahren kann es in seltenen Fällen dazu kommen, dass eine Schiene zwingend notwendig ist und diese frühzeitig verschrieben wird.

Bei Kindern bis 14 Jahren wird auf eine Aufbissschiene verzichtet und in der Regel gewartet, bis der Kiefer vollständig ausgewachsen ist.

Professionelle Behandlung mit Knirschschiene in der Zahnvilla Wassenberg

Bei Anzeichen einer Kieferfehlstellung oder Symptomen von Zähneknirschen sollte schnell eine Untersuchung beim Zahnarzt vereinbart werden. Nicht behandelt kann es zu bleibenden Schäden an den Zähnen oder am Kiefer führen. Mit einer frühzeitigen Behandlung lassen sich die Probleme wieder in den Griff bekommen. Kontaktieren Sie uns gerne telefonisch oder vereinbaren Sie einen Beratungstermin bei uns.